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Katz (Neu-Katzenelnbogen) über Sankt Goarshausen (husen) gegenüber Sankt Goar mit der Rheinfels

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Burg Katz Merian um 1600

Weinberg an der Südseite der  Loreley

Die Geschichte der Grafschaft nach Jahreszahlen von K.E.Demandt

K.EDemandt: Burg Rheinfels

Schon vor dem Bau der Burg Neu-Katzenelnbogen wurde 1315 der Weinberg Hetzgensteyn in Husen von dem Kapitel von St. Sever in Gemünden Graf Wilhelm I übergeben.1366 besaß sein Sohn Graf Eberhard V in Husen einen Weinberg, genannt Geudenacker.Bei zwei Altarstiftungen 1371 in Reichenberg und 1382 in St. Goar wurden Weinberge im Tal des St. Goarshausener Baches (="Husinnerbaches") unter Patersberg genannt. Hier wurden die Mistfahrer von Bornich mit Eiern und Käse verpflegt. Es handelte sich damals schon um einen Terrassenweinberg, da Peder Meczman 4 Tage "an der mure" gearbeitet hatte. Dieser Weinberg zog sich vermutlich bis zum Rhein hinunter. 1437 schien für St. Goarshausen ein schlechtes W'einjahr gewesen zu sein, denn die Zollschreiberrechnung spricht von Mißwachs (nach Ottraud Rozumek-Fechtig)

 

Satellitenkarte

Satellitenkarte der Loreley

1276

Gräfin Margarete erwirbt Sankt Goarshausen, Patersberg, Bornich, Offenthal und Werl als Heiratsgut von Ludwig, Herrn von Isenburg.

Zwischen

1360 und 1370

wird die Burg erbaut, denn 1371 war sie schon fertig. Dazu gehört ein Zollturm am Rheinufer.

 

Dieter Clasen, Verbandsbürgermeister

Ralph Leonhard, Besitzer des Weinberges am loyrenberg, der Loreley seit 1395.

 

Die Verstärkung der Rheinfelser Stellung auf dem linken Rheinufer wurde ergänzt durch entsprechende Befestigungen auf dem gegenüberliegenden rechten Ufer. Das geschah durch die Errichtung der Burg Neu-Katzenelnbogen am Hang über St. Goarshausen in direkter Blickverbindung zu Rheinfels und durch den Bau des mächtigen Turmes direkt unter der Burg an der rheinaufwärigen Ortsspitze von St. Goarshausen unmittelbar am Ufer. Die Burg war ein Werk Graf Wilhelm II, der ihr den programmatischen Namen Neu-Katzenelnbogen gab und damit bekundete, dass nunmehr das Katzenelnbogener Zentrum am Rhein lag. Sie ist in den sechziger Jahren des 14. Jahrhunderts erbaut worden, denn 1371 erscheint sie als fertiges Bauwerk mit einer eigenen Kapelle. Der Turm unterhalb der Burg am Rheinufer ist gleichfalls Werk Graf Wilhelm II anzusehen, denn ohne dessen Zustimmung und noch weniger ohne dessen Mittel hätte die damals noch bescheidene Siedlung St. Goarshausen diesen mächtgen Turm nicht errichten können.
Der stratigische Zweck beider Anlagen ist eindeutig. Die Burg diente neben der Verstärkung von Rheinfels von der rechten Rheinseite her in gleicher Weise dem Schutz und der Sicherung des berühmten, vielbenutzten Rheinpasses, der uralten Fähre über den Rhein zwischen St. Goar und St. Goarshausen, die noch heute besteht und damit über eine geradezu einzigartige Tradion verfügt. Die vom Stromübergang weiterführenden Wege auf der linken Rheinseite mit dem Aufstieg zum Hunsrück und weiter nach Westen konnten gegebenenfalls von Rheinfels gesperrt werden, der Aufstieg zum Einrich und weiter nach Osten war zuerst von der Burg Reichenberg einigermaßen gedeckt worden. Da Reichenberg aber nicht unmittelbar am Rhein lag schob Graf Wilhelm II als Verbindungs- und Zwischenglied zwischen Rheinfels und Reichenberg Neu-Katzenelnbogen ein, so dass damit eine dreigliedrige, strombeherrschende Festungsanlage geschaffen hat. (K.E.Demandt Rheinfels)