home

Kloster Prüm Hier geht´s zum Menu!

 

Der heilige Lothar starb 855

Die Geschichte der Grafschaft in Jahreszahlen von K..E.Demandt

 

855 Der heilige Lothar, fränkischer König, stirbt.

 

 

Abteikirche

Der im Jahre 886 in Luxemburg gestorben prümer Abt und Heilige Ansbald von Prüm baut die von den Normannen 882 zerstörte Abtei wieder auf.

 

Legende des Heiligen Ansbald von Prüm:

Ein Ritter Nithard lebte mit seiner Frau Erkanfrieda in den französischen Ardennen nahe der Stadt Laon. Sie dienten Gott mit Gebet und guten Werken und waren zu ihren Untertanen mild und gerecht. Leider hatten sie keine Kinder und wollten daher für ihr Seelenheil einem Kloster ihr reiches Erbe hinterlassen. Da es zahlreiche Klöster in den Ardennen gab, zog der Ritter seinen Beichtvater zu Rate. Der sprach zu ihm: „Nimm aus deinem Köcher einen Pfeil und schieß ihn ab. Die Lüfte werden ihn weitertragen über Berg und Tal. Dem Kloster, in dessen Bereich er niederfällt, schenke deinen Reichtum.“

Der Vorschlag gefiel dem Ritter, und er veranstaltete auf seiner Burg ein großes Fest, das sieben Tage dauerte. Am letzten Tage wollte er den Pfeil abschießen. Er versammelte seine Gäste um sich und stieg mit ihnen den Burgberg hinab ins Tal zu einem sagenumwobenen Felsen. Dort befestigte er die Schenkungsurkunde an einem Pfeil. Bevor er ihn in die Lüfte sandte, sprach der Burgkaplan zu der harrenden Menge: „Nithard übt ein edles Werk. Lasset uns zum Herrn beten, dass es recht gelingen möge!“ Alle knieten nieder und beteten. Dann bestieg Nithard den Felsen und schoß den Pfeil ab. Im gleichen Augenblick öffnete sich der Himmel, lieblicher Gesang ertönte, ein strahlender Engel stieg hernieder, fing den Pfeil auf und trug ihn durch die Lüfte davon.

Zur gleichen Zeit feierte im fernen Kloster Prüm Abt Ansbald im Kreis der Mönche und vieler Christen die heilige Messe. Plötzlich erfüllten überirdische Klänge die Kirche; der Engel schwebte zum Altar nieder und legte Pfeil und Urkunde darauf. Nachdem der Engel sich vor dem Allerheiligsten verneigt hatte, verschwand er wieder. Abt Ansbald las der staunenden Gemeinde vor, welch gute Nachricht da geschrieben stand. Als der Ritter Nithard starb, erbte das Kloster Prüm seine Besitztümer in Frankreich und hielt den segensreichen Pfeil in Ehren.

In der Abteikirche Sankt Salvator erinnern eine Statue des Abtes, ein Engel mit dem Pfeil und eine Gemälde von Januarius Zick an diese Legende. Der Gedenk- und Verehrungstag des Heiligen Ansbald ist der 12. Juli.